In Österreich ist die Reifenwahl und der rechtzeitige Reifenwechsel nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Sicherheit und des Gesetzes. Die österreichische Straßenverkehrsordnung schreibt unter bestimmten Bedingungen Winterreifen vor. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über Reifen, Wechseltermine und die richtige Reifenwahl für österreichische Straßenverhältnisse.

Winterreifenpflicht in Österreich

In Österreich gibt es eine situative Winterreifenpflicht: Bei winterlichen Fahrverhältnissen (Schnee, Eis, Schneematsch) müssen Winterreifen oder Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung montiert sein. Eine feste Saisonregelung wie in Deutschland gibt es in Österreich nicht, aber die Praxis zeigt, dass von November bis April mit winterlichen Verhältnissen zu rechnen ist.

Wer bei winterlichen Bedingungen mit Sommerreifen fährt und einen Unfall verursacht, riskiert nicht nur eine Strafe, sondern auch Probleme mit der Versicherung. Im schlimmsten Fall kann die Versicherung die Leistung kürzen oder verweigern.

"O-O-Regel: Von Oktober bis Ostern – Winterreifen schützen Leben." – Österreichischer ÖAMTC

Sommerreifen vs. Winterreifen vs. Ganzjahresreifen

Sommerreifen sind für Temperaturen über 7°C optimiert. Sie bieten auf trockener und nasser Fahrbahn bei warmen Temperaturen die beste Haftung und den geringsten Rollwiderstand. Winterreifen hingegen sind für Temperaturen unter 7°C ausgelegt – ihre spezielle Gummimischung bleibt auch bei Kälte weich und flexibel, was für bessere Haftung auf Schnee und Eis sorgt.

Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss: Sie sind weder so gut wie Sommerreifen im Sommer noch so gut wie Winterreifen im Winter. Für Österreich, wo es sowohl heiße Sommer als auch schneereiche Winter gibt, empfehlen wir in der Regel separate Sommer- und Winterreifen.

Reifengröße und -kennzeichnung verstehen

Die Reifenkennzeichnung, zum Beispiel 205/55 R16 91H, gibt wichtige Informationen: 205 ist die Reifenbreite in Millimetern, 55 ist das Verhältnis von Reifenhöhe zu -breite in Prozent, R steht für Radialreifen, 16 ist der Felgendurchmesser in Zoll, 91 ist der Lastindex (maximale Tragfähigkeit) und H ist der Geschwindigkeitsindex.

Reifenpflege und Reifendruck

Der richtige Reifendruck ist entscheidend für Sicherheit, Kraftstoffverbrauch und Reifenlebensdauer. Zu wenig Druck erhöht den Rollwiderstand und Kraftstoffverbrauch, führt zu ungleichmäßigem Verschleiß und kann zu Reifenpannen führen. Zu viel Druck reduziert die Aufstandsfläche und damit die Haftung.

Überprüfen Sie den Reifendruck mindestens einmal im Monat und vor langen Fahrten. Die empfohlenen Werte finden Sie im Fahrzeughandbuch oder auf dem Aufkleber an der Fahrertür. Denken Sie daran, dass der Reifendruck bei Kälte sinkt – im Winter sollten Sie den Druck häufiger kontrollieren.

Fazit

Reifen sind die einzige Verbindung zwischen Ihrem Fahrzeug und der Straße – investieren Sie in gute Reifen und lassen Sie sie regelmäßig bei AutoHilfe Wien wechseln und überprüfen.